Stadtentwicklungskonzepte als Steuerungsinstrument der Städtebauförderung – eine vergleichende Betrachtung im Freistaat Sachsen
 
Auftraggeber

Sächsisches Staatsministerium des Innern (SMI)

 
Laufzeit

September 2009 - Mai 2010

 
Kurzbeschreibung

Städtische Entwicklung ist immer weniger durch Kontinuität, sondern zunehmend durch wachsende Polarisierung, Disparitäten und damit auch durch sektorale Herangehensweisen gekennzeichnet. Eine Möglichkeit, auf diese Veränderungen in der Praxis der Stadtentwicklung adäquat zu reagieren, bietet dagegen ein integriertes, fachübergreifendes und auf die Gesamtstadt bezogenes Vorgehen. Mit der „Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“ wird 2007 auf politischer Ebene eine europaweite Stärkung des Planungsinstrumentes der integrierten Stadtentwicklung beschlossen.
Im Freistaat Sachsen werden Ansätze einer integrierten Stadtentwicklungsplanung bereits seit dem Jahr 2000 verfolgt. Nach Erstellung von Grob- und Feinkonzepten einer integrierten Stadtentwicklung wurden die sächsischen Kommunen ab 2005 aufgefordert, als Fortschreibung dieser Konzepte ein städtebauliches Entwicklungskonzept (SEKo) zu erarbeiten. Das Sächsische Staatsministerium des Innern (SMI) hat dazu eine Arbeitshilfe vorgelegt, welche eine umfassende und integrierte Vorgehensweise verfolgt.
Aus Sicht des SMI werden die erarbeiteten SEKo’s dem Anspruch einer integrativen Betrachtung von Stadtentwicklungsprozessen bisher nur teilweise gerecht. Das Görlitz Kompetenzzentrum Revitalisierender Städtebau wurde vom SMI daher mit einer vergleichenden Betrachtung sächsischer Städte in mehreren Phasen beauftragt. Forschungsleitende Fragestellung ist, inwiefern die Stadtentwicklungskonzepte umsetzungsorientierte Steuerungsinstrumente der Städtebauförderung sein können.
Ziel der Piloterhebung des Forschungsprojektes ist die vergleichende Überprüfung ausgewählter sächsischer Gemeinden in Hinblick auf Struktur, Herangehensweise und Plausibilität der vorliegenden Stadtentwicklungskonzepte. Schwerpunkte in der Betrachtung bilden hierfür die ablesbaren Prozesse der räumlichen Innen- und Außenentwicklung in den teilnehmenden Pilotgemeinden.

 
Ansprechpartner

Dipl. Geogr. Benno Brandstetter
benno.brandstetter@tu-dresden.de