Probewohnen - Modellvorhaben der Nationalen Stadtentwicklungspolitik
 
Sie haben Interesse am Konzept und der Studie Probewohnen?

Ansprechpartnerin für Wohnungseigentümer und Wissenschaft

Dipl.-Ing. Dipl.-Biol. Anne Pfeil
Projektleitung
Görlitz Kompetenzzentrum Revitalisierender Städtebau
Telefon: 03581.649 93-20
Telefax: 03581.649 93-29
anne.pfeil@tu-dresden.de

 
Sie möchten in Görlitz zur Probe wohnen?

Eine Teilnahme am Projekt „Probewohnen“ ist zurzeit leider nicht möglich, da bereits sämtliche Plätze für das Jahr 2010 vergeben wurden. Allerdings wird die Fortsetzung des Projektes angestrebt. Die Möglichkeiten hierzu werden in einer „kreativen Pause“ bis Ende des Jahres geprüft.

Sollten Sie ein längerfristiges Interesse an einer Teilnahme haben, bitten wir Sie den Rückmeldebogen (download hier) auszufüllen und an Frau Leonore Kreissl, die zuständige Mitarbeiterin der WBG Wohnungsbaugesellschaft Görlitz mbH (WBG Görlitz), zu senden. Die WBG Görlitz hat zwischenzeitlich die organisatorische Federführung übernommen.

Frau Kreissl steht Ihnen auch bei Fragen gerne zur Verfügung. Ihre Kontaktdaten lauten:

Frau Leonore Kreissl
Mo – Fr von 8.00 – 13.00 Uhr
Tel.: 03581/461- 219
Fax: 03581/461- 234
E-Mail: L.Kreissl@WBG-Goerlitz.de

Postanschrift:
WBG Wohnungsbaugesellschaft Görlitz mbH
Frau Leonore Kreissl
Konsulstraße 65
D-02826 Görlitz

Das Kompetenzzentrum und die Projektpartner freuen sich über Ihr Interesse.

Nähere Informationen zur Projektidee und Projektumsetzung können Sie den nachstehenden Rubriken entnehmen.

 

 
Schau doch mal rein!

Seit dem 11.06.2008 läuft die Aktion „Probewohnen“ in Görlitz. Familien, Alleinerziehende mit Kindern, Junggesellen, Lebensgemeinschaften, Ehepaare ohne Kinder oder Ältere sind eingeladen, eine Woche lang mietfrei die Wohnungen in Innenstadthäusern zu testen. Unter dem Motto „Schau doch mal rein! Probewohnen“ hat die Technische Universität (TU) Dresden mit dem Görlitz Kompetenzzentrum Revitalisierender Städtebau in Zusammenarbeit mit der Stadt Görlitz und der WBG Wohnungsbaugesellschaft Görlitz das Projekt aus der Taufe gehoben.

In den ersten eineinhalb Jahren wurde die Studie Probewohnen durch Mittel des Bundes als Modellvorhaben der Nationalen Stadtentwicklungspolitik gefördert – angesiedelt im Forschungsprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Insgesamt gab es für das Probewohnen über 750 Bewerbungen aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland. Aufgrund dieses großen Interesses entschlossen sich die drei Projektpartner zur gemeinsamen Fortsetzung der Studie. „Probewohnen Version 2“ ermöglicht über 120 weiteren Haushalten bis zum Sommer 2010 das „Wohn-Erlebnis“ in der Görlitzer Innenstadt.

Die organisatorische Federführung hat die WBG Wohnungsbaugesellschaft Görlitz mbH übernommen. Das Kompetenzzentrum führt die wissenschaftliche Begleitstudie weiter, in der jeder erwachsene Teilnehmer befragt wird.


Seit Juli 2009 läuft das Folgeprojekt "Probewohnen Version 2". Es endet im August 2010. Inzwischen sind die Plätze für die Teilnahme an der Studie und am Projekt vergeben und eine Teilnahme in diesem Jahr im Rahmen des Projektes „Probewohnen Version 2“ nicht mehr möglich.

Videoclip zum Projektstart - Download (ca. 8 MB)

 
Eine Woche lang wohlfühlen

Zwei Altbauwohnungen, vollständig eingerichtet mit IKEA- Möbeln, stehen zum mietfreien Probewohnen in der Görlitzer Innenstadt bereit. Die Probewohnwoche beginnt und endet für die Teilnehmer jeweils montags. Um das Wohngefühl zu steigern, darf jeder Mieter darf persönliche Dinge seiner Wahl mitbringen. Ziel ist es, dass die Teilnehmer die neue Umgebung aus der Perspektive eines „Görlitzer Bürgers auf Zeit“ kennenlernen. Jeder erwachsene Teilnehmer wird im Rahmen der wissenschaftlichen Studie der TU Dresden zu seinen Erfahrungen befragt. Interessenten können sich direkt beim Görlitz Kompetenzzentrum bewerben.

 
Wissenschaftler untersuchen Gründe für den Leerstand

In den historischen Innenstadtquartieren vieler ostdeutscher Städte ist ein überdurchschnittlicher Leerstand zu verzeichnen. Hierfür gibt es viele Ursachen, auch historisch bedingte. Angesichts des hohen baukulturellen Wertes derartiger Stadtteile ist eine Verbesserung der Wohnqualität in diesen Quartieren und ihres Images von großer Bedeutung. "Nur auf dieser Basis gelingt die Erhaltung und zukunftsorientierte Nutzung älterer Häuser in der Innenstadt von Görlitz.“ Zu diesem Zweck initiierte Prof. Jürg Sulzer von der TU Dresden, der auch das Görlitz Kompetenzzentrum leitet, das Forschungsprojekt Probewohnen. Die Teilnehmer erproben ihren Wohnalltag und die Wohnqualität in der Görlitzer Innenstadt. Sie können dabei eigene Wohnerfahrungen machen und Hinweise für die weitere Quartiersentwicklung geben. Drei Fragen beschäftigen die Stadtplaner in diesem Zusammenhang besonders:

  • Wie lässt sich die Wertschätzung von Innenstadtquartieren in ostdeutschen Städten erhöhen?
  • Wie lässt sich die Wohnqualität in Innenstadtquartieren in ostdeutschen Städten erhöhen?
  • Welche gestalterischen Veränderungen ergeben sich aus den Wohnwünschen der Bürger?

Die Mitarbeiter der TU Dresden gehen diesen Fragen in einer Studie nach und befragen die erwachsenen Teinehmer am Projekt zu Ihren Erfarhungen.

 

 
Dokumentarfilm Probewohnen in der östlichsten Stadt Deutschlands

Menschen verlassen für eine Woche ihr Zuhause und probieren das Leben und Wohnen in der Görlitzer Innenstadt aus. Die Projektgruppe REINIGUNGSGESELLSCHAFT aus Dresden hat das Modellvorhaben Probewohnen über eineinhalb Jahre mit der Filmkamera begleitet. Die Filmdokumentation deckt Zusammenhänge auf und macht Gedanken und Meinungen der Teilnehmer und Projektpartner sichtbar. Es wird ein Bild skizziert, das die individuell wahrgenommenen Vor- und Nachteile des städtischen Wohnens und deren Auswirkungen auf die Lebensqualität zeigt. Entstanden ist ein filmisch gestaltetes Panorama, das die Hintergründe des Projektes erhellt und Einblicke in die Erfahrungen einzelner Probebewohner gewährt. Von der DDR-Neubausiedlung Königshufen über die gründerzeitliche Innenstadt bis zum polnischen Zgorzelec – Görlitz wird in diesem Dokumentarfilm aus vielfältigen Blickwinkeln gezeigt, die weit über das Modellvorhaben Probewohnen hinausweisen. Der Film ist den Projektteilnehmern gewidmet.

 
Auszeichnung: Probewohnen erhielt Nationalen Preis für Stadtentwicklung und Baukultur

25.06.2009

Das Görlitzer Projekt wurde beim Wettbewerb ‚Stadt bauen. Stadt leben‘ in Essen von Bundesbauminister Tiefensee ausgezeichnet. Am 25.06.2009 erhielt Prof. Jürg Sulzer, Leiter des Görlitz Kompetenzzentrums Revitalisierender Städtebau und Initiator des Projekts Probewohnen, in Essen aus den Händen von Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee die Auszeichnung als einer der Sieger beim bundesweiten Wettbewerb ‚Stadt bauen. Stadt leben‘ – dem nationalen Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur.


Bei der feierlichen Preisverleihung würdigte das BMVBS in fünf Kategorien „realisierte Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung in Stadt und Region, die zur Nachahmung, zu neuen Überlegungen und weiterem Handeln anregen“.

In der Kategorie ‚Integriert und regional handeln – Entwicklung von Stadt, Region und Landschaft‘ wurden vier Sonderpreise und neun Preise vergeben. „Gesucht wurden hier u. a. übergreifende Konzepte, Projekte und Verfahren mit Wirkung auf größere Stadtzusammenhänge und die Region.“ Das Görlitzer Projekt erhielt einen der Sonderpreise.

 

Foto: TUD/Karsten Eckold

 
Besuch des Bundespräsidenten Horst Köhler

11.02.2009

Bundespräsident mit Gattin beim Probewohnen

Im Rahmen ihrer eintägigen Reise nach Bautzen und Görlitz besuchten Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau Eva Luise Köhler am 11. Februar 2009 auch das „Görlitz Kompetenzzentrum Revitalisierender Städtebau“ der TU Dresden.

Sie haben sich vor Ort über das Modellvorhaben Probewohnen und andere innovative Ideen und Strategien zur Zukunft der europäischen Stadt im demografischen Wandel informiert. Der Bundespräsident und Frau Köhler sprachen auch mit einer sechsköpfigen Familie, die im letzten Herbst bereits am Projekt teilgenommen hat und nun in die Innenstadt umziehen möchte.

Der Bundespräsident zeigte sich beeindruckt von der positiven Herangehensweise des Kompetenzzentrums an die Fragen des demografischen Wandels. "Dieses Projekt des mietfreien Probewohnens ist beispielhaft für andere deutsche Städte", sagte das Staatsoberhaupt und ergänzte: "Ich bin stark an Ihrer Forschung interessiert." Auf seinen Wunsch hin wird das Kompetenzzentrum ihn über den weiteren Projektverlauf informieren.

 

 
Aktion Wanderndes Wohnzimmer

Zum Auftakt startete in Görlitz die Aktion „Wanderndes Wohnzimmer“. An verschiedenen Orten im Stadtgebiet wurde ein Zimmer mit einem roten Sofa aufgestellt. Passanten konnten dort Platz nehmen und ihre Meinung zum Leben und Wohnen in Görlitz äußern. Die Projektgruppe REINIGUNGSGESELLSCHAFT nahm die auf dem Sofa gemachten „Liebeserklärungen“ auf Video auf und integriert die besten Beiträge in den geplanten Dokumentarfilm über das Projekt. Die Aktion „Wanderndes Wohnzimmer“ lief vom 14.06.08 bis einschließlich 24.06.08.

 

Mit freundlicher Unterstützung von: