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Denksalon 2008 Revitalisierender Städtebau - INTERESSEN im Umgang mit Innenstädten 20. bis 21. Juni 2008 Der Denksalon 2008 - INTERESSEN im Umgang mit Innenstädten findet vom 20. bis 21. Juni 2008 in der Europastadt Görlitz / Zgorzelec statt. Aktuelle Trends und Visionen werden diskutiert und Methoden und Prozesse der Interessenfindung und -abwägung werden näher beleuchtet. Programm und Anmeldung Der Flyer gibt einen Überblick über Referenten, Tagungsprogramm und Tagungskonzept. Thema | INTERESSEN im Umgang mit Innenstädten Mit der „Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“ verpflichten sich die zuständigen MinisterInnen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die integrierte Stadtentwicklung voranzubringen. Hierfür bedarf es „…einer gleichzeitigen und gerechten Berücksichtigung der für die Entwicklung von Städten relevanten Belange und Interessen“. Das konstruktive Zusammenspiel von Interessen ist die Basis einer hoch stehenden (Stadt-)Baukultur. Themenforen Im Rahmen des Denksalons 2008 werden Fachexperten und Nachwuchswissenschaftler aus Theorie und Praxis die Interessen im Umgang mit Innenstädten disziplinübergreifend und im internationalen Kontext diskutieren. Potentiale, Konflikte und Wechselwirkungen für die Stadtentwicklung werden in den Themenforen INTERESSEN erkennen, INTERESSEN gestalten und INTERESSEN wahren näher beleuchtet. Forum 1 | Interessen erkennen – Visionen und Trends In der Stadtentwicklung stehen stets die unterschiedlichen Interessen in ihrer Wechselwirkung zur Diskussion. Die Positionierung von Interessen hat letztendlich Einfluss auf die Entwicklung der Stadt. Es wird immer wichtiger, das Zusammenwirken unterschiedlicher Interessen und Wechselwirkungen im gesellschaftlichen Handeln, in der Stadtentwicklung und in der Frage hoch stehender Baukultur zu erkennen und als Parameter in der Gestaltung unserer Städte zu begreifen. Interessen, Visionen und Trends frühzeitig zu erkennen, setzt eine Offenheit für „weiche Faktoren“ und „glückliche Zufälle“ in der Stadtentwicklung voraus. So zeigt sich beispielsweise der aktuelle Trend des Klimawandels einflussreich auf Baukultur, Denkmalschutz und Stadtentwicklung und evoziert neue Interessenlagen und damit neue Perspektiven für die Entwicklung der Innenstädte. Der Blick in andere Disziplinen kann helfen, Trends und Visionen für die Entwicklung der Innenstädte aufzuspüren. Dabei können z. B. computergenerierte Simulationen ebenso wie Ideen und Konzepte der Politologie spannende Erkenntnisse generieren, veränderte Interessenlagen werden strategische Allianzen für die europäischen Innenstädte hervorbringen und die „Trendlese“ in Kunstkreisen eröffnet vielfältige Themen für noch ungewohnte Lebensräume. Forum 2 | Interessen gestalten – Methoden und Prozesse Der gesellschaftliche und strukturelle Wandel und die zunehmende Privatisierung kommunaler Aufgaben tragen zu einer größeren Interessenvielfalt - aber auch zur verstärkten Durchsetzung sektoraler Interessen in den Städten bei. Vorraussetzung für eine ganzheitliche Innenstadtentwicklung ist die Einbindung unterschiedlicher Interessengruppen und deren inhaltsreiches Zusammenwirken mit dem Ziel der Konsensfindung. Methoden und Prozesse sind gefragt, um Interessen sichtbar zu machen und sie in Stadtentwicklungsprozessen einzubringen. Stadtpsychologische Ansätze können helfen, eine sachgerechte Meinungsbildung in der Stadtentwicklung zu unterstützen. Die frühzeitige Bildung von Interessengruppen soll Konflikte transparent machen. Für den Erfolg bei der Vermittlung und Abstimmung unterschiedlicher, oftmals widersprüchlicher Einzelinteressen ist eine ausgeprägte Kommunikationskultur ebenso entscheidend wie Kompromissbereitschaft. Erfahrungen aus Ökonomie und Wohnungswirtschaft geben wertvolle Hinweise zur Konsensbildung in der Stadtentwicklung. Ebenso bieten Partizipationsmodelle, Methoden des Erfahrungsaustausches und andere Kooperationsformen eine Vielfalt der Interessensgestaltung. Forum 3 | Interessen wahren – abwägen und handeln Wenn Interessen in der Stadtentwicklung einseitig formuliert werden, kann die urbane Stadtgesellschaft an Vitalität und kreativem Potential und die Stadtgestalt an Qualität verlieren. Die Wahrung unterschiedlicher Interessen ist Ausgangspunkt für eine zukunftstaugliche Stadtentwicklung und eine qualitätsvolle Stadtrevitalisierung. Integrierte Stadtentwicklungskonzepte bilden anerkannte Grundlagen, um vielfältige Interessen offen zu legen und zu wahren. In der Umsetzung stehen dem Wunsch nach Integration oftmals ein Gegeneinander unterschiedlicher Interessengruppen, eine mangelnde Flexibilität sowie eingefahrene Handlungsmuster im Weg. Hierbei kann der Blick über nationale und disziplinäre Grenzen neue Ansätze liefern. Für eine erfolgreiche Abwägung der vielfältigen Interessen ist eine offene Planungskultur ebenso richtungsweisend wie die Etablierung einer ressortübergreifenden Zusammenarbeit und strategischer Finanzsteuerung. Gleichzeitig ist der Frage nachzugehen, welche positiven Effekte Interessenvielfalt, unterschiedliche Formen von Abwägungsprozessen und ressortübergreifende Kooperationen auf Stadträume, Stadtmorphologie und Stadtbaukultur haben. Ansprechpartner Dipl.-Ing. (FH) MSc. Julia Müller, WM |
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